Foto: Diliff · CC BY-SA 3.0
Koala
Phascolarctos cinereus
Ein Symbol Australiens: Der Koala ist ein baumbewohnendes Beuteltier von rührendem Aussehen, das sein Leben zwischen den Eukalyptusbäumen verbringt und bis zu zwanzig Stunden am Tag schläft.
Eigenschaften
Charakter
Einzelgängerisch, ruhig und überwiegend nachtaktiv. Er verbringt fast sein ganzes Leben in den Bäumen und schläft bis zu zwanzig Stunden am Tag, um Energie zu sparen.
Ernährung
Fast ausschließlich Eukalyptusblätter, nährstoffarm und für die meisten anderen Tiere giftig.
Ein Beuteltier, kein Bär
Obwohl er oft „Bär" genannt wird, ist der Koala keineswegs ein Bär: Er ist ein Beuteltier, verwandt mit Kängurus und Wombats. Er hat einen gedrungenen Körper, dichtes silbergraues Fell, große behaarte Ohren und eine markante, lederartige schwarze Nase. Seine Gliedmaßen sind für das Leben in den Bäumen ausgestattet: Er hat kräftige Krallen und an den Vorderpfoten zwei Finger, die den anderen drei gegenüberstehen, ein perfekter Griff zum Festhalten an Ästen. Wie alle Beuteltiere besitzt das Weibchen einen Beutel, in dem das winzig und unreif geborene Junge seine Entwicklung vollendet.
Ein Leben auf dem Eukalyptus
Der Koala ist fast ausschließlich an Eukalyptusbäume gebunden, deren Blätter er frisst. Es ist eine ungewöhnliche Nahrung: Eukalyptusblätter sind nährstoffarm, schwer verdaulich und für die meisten Tiere sogar giftig. Der Koala verträgt sie dank eines hochspezialisierten Verdauungssystems, gewinnt aber so wenig Energie daraus, dass er zu einer äußerst sparsamen Lebensweise gezwungen ist. Deshalb schläft er bis zu zwanzig Stunden am Tag und hält jede Energieverschwendung minimal.
Wo er lebt
Er kommt in den Eukalyptuswäldern und -gehölzen Ost- und Südaustraliens vor. Er ist ein einzelgängerisches und territoriales Tier, das fast sein ganzes Leben in den Bäumen verbringt und nur zum Wechsel von einem Baum zum anderen auf den Boden herabsteigt. Jedes Tier besetzt ein eigenes Revier, bestimmt durch die Bäume, die es gewohnheitsmäßig aufsucht.
Verhalten
Der Koala ist überwiegend nacht- und dämmerungsaktiv und verständigt sich bei den Männchen mit erstaunlich tiefen, klangvollen Rufen, ganz unerwartet für ein Tier von so sanftem Aussehen. Seine Tage verbringt er großteils reglos, zwischen den Ästen eingeklemmt, schlafend oder langsam Blätter kauend.
Schutz
Der Koala ist als gefährdete Art (Vorwarnstufe) eingestuft, und seine Bestände sind rückläufig. Die Hauptgefahren sind die Zerstörung und Zerschneidung der Eukalyptuswälder, immer verheerendere Brände, Krankheiten und Unfälle. Seine absolute Abhängigkeit von einem einzigen Lebensraumtyp macht ihn angesichts von Umweltveränderungen besonders anfällig.



