Insekten

Kometenfalter

Argema mittrei

Der Kometenfalter ist einer der größten Seidenspinner der Welt, mit gelben Flügeln, die in sehr lange bandförmige Schwänze auslaufen wie der Schweif eines Kometen.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameArgema mittrei
GrößeFlügelspannweite bis ~20 cm; Schwänze bis ~15 cm (Männchen)
Energie2/5

Charakter

Nachtaktiv und harmlos; Falter sehr kurzlebig.

Ernährung

Raupen: Blätter von Eugenia, Weinmannia, Uapaca; Falter: fressen nicht.

Ein lebender Komet

Der Kometenfalter (Argema mittrei), auch Madagaskar-Mondmotte genannt, ist ein spektakulärer Nachtfalter aus der Familie der Pfauenspinner (Saturniidae) und einer der größten Seidenspinner der Welt. Seine Flügel sind kräftig gelb, verziert mit auffälligen Augenflecken, die Fressfeinde erschrecken. Jeder Hinterflügel läuft in einen sehr langen bandförmigen Schwanz aus: Beim Männchen kann die Flügelspannweite 20 cm und die Schwänze 15 cm erreichen, was an den Schweif eines Kometen erinnert — daher der Name. Der Gattungsname Argema bedeutet im Griechischen „geflecktes Auge", wegen der zahlreichen Augenflecken.

Lebensraum und Verbreitung

Er ist in den Regenwäldern Madagaskars endemisch. Die Raupen fressen die Blätter verschiedener einheimischer Pflanzen wie Eugenia, Weinmannia und Uapaca.

Lebenszyklus

Das Weibchen legt etwa 120–160 Eier; die Raupe braucht etwa zwei Monate bis zur Verpuppung. Der Kokon ist von zahlreichen Löchern durchzogen, durch die Wasser abfließt, damit die Puppe bei den täglichen Regenfällen des Waldes nicht erstickt. Der Falter hat, wie viele Pfauenspinner, keine funktionsfähigen Mundwerkzeuge: Er frisst überhaupt nicht und lebt nur 4 bis 5 Tage, gerade lang genug zur Fortpflanzung.

Wussten Sie schon?

Die langen Schwänze sind nicht nur schön: Man nimmt an, dass sie die Echoortung von Fledermäusen stören und Angriffe vom Körper weglenken. Er ist eine Ikone der Tierwelt Madagaskars und einer der meistfotografierten Nachtfalter der Welt.

Schutz

In freier Wildbahn ist er durch die massive Entwaldung Madagaskars bedroht, die seinen Lebensraum zerstört. Er wird jedoch erfolgreich in Gefangenschaft gezüchtet, sowohl für den Naturschutz als auch für entomologische Ausstellungen.

Vorteile

  • Einer der größten Seidenspinner der Welt
  • Spektakuläre lange bandförmige Schwänze
  • Erfolgreich in Gefangenschaft gezüchtet

Nachteile

  • Bedroht durch die Entwaldung Madagaskars
  • Falter sehr kurzlebig (4-5 Tage)
  • Auf bestimmte Futterpflanzen angewiesen

Häufige Fragen

Warum heißt er Kometenfalter?
Wegen der sehr langen bandförmigen Schwänze seiner Hinterflügel, die beim Männchen 15 cm erreichen und an den leuchtenden Schweif eines Kometen am Himmel erinnern.
Warum frisst der Falter nicht?
Wie viele Pfauenspinner hat der erwachsene Kometenfalter zurückgebildete Mundwerkzeuge und frisst nicht: Er lebt nur 4 bis 5 Tage von den als Raupe angelegten Reserven, mit dem einzigen Zweck der Fortpflanzung.
Wozu dienen die Schwänze?
Neben ihrer Schönheit stören die langen Schwänze vermutlich die Echoortung von Fledermäusen und lenken deren Angriffe auf die Anhänge statt auf den Körper des Falters.

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