Foto: Luc Viatour · CC BY-SA 3.0
Kupferstreifen-Pinzettfisch
Chelmon rostratus
Ein eleganter Rifffisch des Indopazifik: Der Kupferstreifen-Pinzettfisch hat ein langes pinzettenartiges Maul und einen silbrigen Körper mit orangefarbenen Binden.
Eigenschaften
Charakter
Tagaktiv, zurückhaltend, methodischer Sucher
Ernährung
Fleischfresser: Wirbellose, Würmer, Krebstiere, Polypen
Ein Fisch mit Pinzette
Der Kupferstreifen-Pinzettfisch ist einer der elegantesten und markantesten Rifffische. Er hat einen hohen, seitlich abgeflachten Körper von silbrigem Weiß, den vier bis fünf senkrechte Binden von kupfrigem Orange durchziehen, und einen auffälligen schwarzen augenförmigen Fleck an der hinteren Rückenflosse — ein falsches Auge, das Fressfeinde verwirrt. Sein auffälligstes Merkmal ist das zu einem langen, schlanken, pinzettenartigen Schnabel ausgezogene Maul.
Lebensraum und Verbreitung
Er lebt an den Korallenriffen und in den Flussmündungen des westlichen Pazifischen und Indischen Ozeans, oft in küstennahen, auch trüben Gewässern. Er hält sich in Nischen und Spalten der Korallen auf, wo er Nahrung und Schutz findet.
Verhalten und Ernährung
Das lange Pinzettenmaul ist ein Präzisionswerkzeug: Es erlaubt dem Fisch, in den engsten Spalten des Riffs nach kleinen Wirbellosen, Würmern, Krebstieren und Polypen zu stochern. Er ist tagaktiv und oft einzeln oder paarweise beim methodischen Absuchen des Grundes zu sehen.
Im Aquarium
Er ist wegen seiner Schönheit einer der begehrtesten Meeresfische bei Aquarianern, gilt aber als heikel und schwer zu füttern: Viele Tiere nehmen in Gefangenschaft nur schwer Futter an. Geschätzt wird er oft, weil er die lästigen Glasrosen (Aiptasia) frisst, die Riffaquarien plagen. Er braucht eingefahrene, gut etablierte Becken.
Schutz
Die IUCN führt die Art als nicht gefährdet: Sie ist häufig mit stabilen Wildbeständen. Der Fischereidruck für den Aquarienhandel ist die Hauptinteraktion mit dem Menschen.
Vorteile
- Einzigartiges Pinzettenmaul und elegante Zeichnung
- Frisst lästige Glasrosen (Aiptasia)
- Häufig und in der Natur nicht bedroht
Nachteile
- Heikel und im Aquarium schwer zu füttern
- Braucht eingefahrene, gut etablierte Becken
- Nichts für Meerwasser-Anfänger



