Vögel

Langlappen-Schirmvogel

Cephalopterus penduliger

Ein großer Kotinga der andinen Nebelwälder: Der Langlappen-Schirmvogel trägt eine schirmartige Haube und einen langen befiederten Kehllappen, den das Männchen bei der Balz aufbläht.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameCephalopterus penduliger
GrößeGroßer Kotinga, glänzend schwarzes Gefieder
Energie3/5

Charakter

Baumbewohnend, versammelt sich zur Balz im Lek

Ernährung

Fruchtfresser: große Früchte, Insekten, kleine Wirbeltiere

Ein Vogel von extravaganter Gestalt

Der Langlappen-Schirmvogel ist ein großer Kotinga mit glänzend schwarzem Gefieder und zwei spektakulären Schmuckmerkmalen. Auf dem Kopf trägt er eine auffällige Federhaube, die aufgestellt nach vorn fällt wie ein kleiner Schirm oder eine Perücke. Von der Brust hängt ein langer, mit schuppenartigen Federn bedeckter Kehllappen herab, der beim Männchen eine bemerkenswerte Länge erreichen kann und den der Vogel bei der Balz aufblähen und verlängern kann. Das Weibchen ist kleiner und schlichter geschmückt.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt an den pazifischen Hängen der Anden, im Südwesten Kolumbiens und im Westen Ecuadors, in feuchten prämontanen Regenwäldern und Nebelwäldern. Er bevorzugt das Kronendach und die mittleren Schichten des Waldes und wandert je nach Fruchtangebot saisonal entlang der Hänge.

Verhalten und Balz

Er ernährt sich vor allem von großen Früchten, die er ganz verschluckt und deren Samen er so verbreitet, sowie von Insekten und kleinen Wirbeltieren. Die Männchen versammeln sich an Balzplätzen (Leks): Sie blähen den Kehllappen auf, stellen die Haube auf und stoßen einen tiefen, dröhnenden Ruf aus, ähnlich dem Brüllen eines fernen Stieres, der einigen seiner volkstümlichen Namen zugrunde liegt („pájaro toro", „vaca de monte").

Wissenswertes

Seine Rolle als Verbreiter großer Samen macht die Art bedeutsam für die Regeneration des Waldes: nur wenige andere Tiere können so voluminöse Früchte schlucken und transportieren. Sein Vorkommen zeigt gut erhaltenen Wald an.

Schutz

Die IUCN führt die Art als gefährdet (vulnerable). Hauptbedrohungen sind die Zerstörung der Nebelwälder für Landwirtschaft und Holzeinschlag sowie die Jagd. Der Schutz von Waldkorridoren an den pazifischen Hängen ist für sein Überleben entscheidend.

Vorteile

  • Einzigartige Zier: Schirmhaube und befiederter Kehllappen
  • Balz im Lek mit dröhnendem Ruf
  • Wichtiger Verbreiter großer Waldsamen

Nachteile

  • Gefährdete, abnehmende Art
  • Auf gut erhaltene Nebelwälder angewiesen
  • Kein Haustier: spezielle Bedürfnisse eines Wildtiers

Häufige Fragen

Warum heißt er Schirmvogel?
Wegen der Federhaube auf dem Kopf, die aufgestellt nach vorn fällt wie ein kleiner Schirm oder eine Perücke und den Schnabel teilweise verdeckt.
Wozu dient der lange Kehllappen?
Er ist ein Schmuck des Männchens: Bei der Balz im Lek bläht und verlängert es ihn und zeigt ihn samt Haube, um Weibchen anzulocken.
Welchen Ruf stößt er aus?
Einen tiefen, dröhnenden Ruf, ähnlich dem Brüllen eines fernen Stieres, der volkstümlichen Namen wie „pájaro toro" und „vaca de monte" zugrunde liegt.
Ist er eine bedrohte Art?
Ja, die IUCN stuft ihn als gefährdet ein. Der Verlust andiner Nebelwälder und die Jagd verringern seine Bestände.

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