Säugetiere

Malaien-Gleitflieger

Galeopterus variegatus

Ausgestattet mit der ausgedehntesten Gleitmembran aller Säugetiere, gleitet der Malaien-Gleitflieger lautlos von Baum zu Baum in den Nächten der asiatischen Wälder.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameGaleopterus variegatus
Gewicht1–2 kg
GrößeMittelgroß: Körper etwa 35-42 cm
Energie2/5

Charakter

Nachtaktiv, baumbewohnend, Gleiter

Ernährung

Pflanzenfresser: junge Blätter, Triebe, Blüten und Früchte

Der Meister des Gleitflugs

Der Malaien-Gleitflieger ist ein Säugetier von ungewöhnlichem Aussehen, oft fälschlich 'fliegender Lemur' genannt: In Wirklichkeit ist er kein Lemur und nicht fähig zu fliegen. Sein außergewöhnlichstes Merkmal ist das Patagium, eine breite Hautmembran, die Hals, die vier Gliedmaßen und den Schwanz verbindet und eine Art großes Segel bildet. Es ist die ausgedehnteste Gleitmembran aller Säugetiere und verwandelt das Tier in einen echten lebenden Gleiter. Sein Fell ist weich und gesprenkelt, mit tarnenden Farben von Grau bis Rotbraun, perfekt, um mit der Rinde zu verschmelzen.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt in den Wäldern Südostasiens, vom südlichen Myanmar und Thailand bis Südvietnam, von Malaysia bis Singapur und Indonesien. Er ist streng an Waldlebensräume gebunden, von denen er vollständig abhängt. Es ist ein baumbewohnendes, nachtaktives Tier, das tagsüber an Stämme geklammert oder im Laub verborgen ruht.

Der Gleitflug

Wenn er sich zwischen den Bäumen bewegen muss, stürzt sich der Gleitflieger in die Leere und spannt das Patagium auf, das sich wie ein Fallschirm strafft und ihm erlaubt, über weite Strecken zu gleiten, sogar über hundert Meter, wobei er sehr wenig Höhe verliert. Es ist eine äußerst effiziente Art, sich durch den Wald zu bewegen, ohne auf den Boden zu kommen, wo er dagegen ungeschickt und verletzlich ist. Die Weibchen tragen ihr Junges am Bauch geklammert, selbst während der Gleitflüge.

Ernährung und Schutz

Er ist ein Pflanzenfresser und ernährt sich von weichen Pflanzenteilen wie jungen Blättern, Trieben, Blüten und Früchten. Er wird als nicht gefährdete Art eingestuft, mit noch verbreiteten Beständen, doch da er völlig vom Wald abhängt, stellt die Abholzung auf lokaler Ebene seine Hauptbedrohung dar.

Vorteile

  • Die ausgedehnteste Gleitmembran aller Säugetiere
  • Gleitet über hundert Meter zwischen Bäumen
  • Perfekt getarntes Fell
  • Noch verbreitete Bestände

Nachteile

  • Völlig vom Wald abhängig
  • Ungeschickt und verletzlich am Boden
  • Lokal durch Abholzung bedroht

Häufige Fragen

Fliegt der Gleitflieger wirklich?
Nein, trotz des Namens 'fliegender Lemur' fliegt er nicht: Er gleitet. Er spannt eine breite Hautmembran auf, das Patagium, das sich wie ein Fallschirm strafft und ihm erlaubt, über weite Strecken von einem Baum zum anderen zu gleiten, wobei er sehr wenig Höhe verliert.
Ist er ein Lemur?
Nein, er ist kein Lemur, auch wenn er oft 'fliegender Lemur' genannt wird. Er gehört zu einer eigenen Ordnung, den Riesengleitern (Dermoptera), die nur eine weitere lebende Art umfasst, den Philippinen-Gleitflieger. Er ist näher mit Primaten verwandt als mit anderen Gruppen.
Wie weit kann er gleiten?
Dank des Patagiums, der ausgedehntesten Gleitmembran aller Säugetiere, kann der Gleitflieger über weite Strecken gleiten, sogar über hundert Meter zwischen Bäumen, wobei er sehr wenig Höhe verliert. Es ist eine sehr effiziente Art, sich durch den Wald zu bewegen.
Wo lebt er?
Er lebt in den Wäldern Südostasiens, vom südlichen Myanmar und Thailand bis Südvietnam, von Malaysia bis Singapur und Indonesien. Er ist streng an Waldlebensräume gebunden, von denen er vollständig abhängt.

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