Insekten

Mittlerer Weinschwärmer

Deilephila elpenor

Ein eleganter eurasischer Nachtfalter in Rosa und Olivgrün: Der Mittlere Weinschwärmer hat eine Raupe, die zur Abwehr von Fressfeinden eine Schlange nachahmt.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameDeilephila elpenor
GrößeMittelgroßer Schwärmer, Spannweite 5–7 cm
Energie2/5

Charakter

Nacht-/dämmerungsaktiv, mit Schwirrflug

Ernährung

Falter: Nektar. Raupe: Weidenröschen, Weinrebe u. a.

Ein Falter in kräftigen Farben

Der Mittlere Weinschwärmer ist einer der schönsten und markantesten Nachtfalter Europas. Körper und Flügel verbinden ein leuchtendes Magentarosa mit Olivgrün, in einem wie gemalt wirkenden Muster. Er gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae), bekannt für ihren kräftigen, stromlinienförmigen Körper und ihren kraftvollen Flug. Wie viele Mitglieder dieser Familie kann er vor Blüten im Schwirrflug stehen bleiben, ähnlich einem Kolibri, während er mit dem langen Rüssel Nektar saugt.

Lebensraum und Verbreitung

Er ist in weiten Teilen Eurasiens verbreitet, von Mitteleuropa bis Asien, und wurde auch in Nordamerika eingeführt. Er bewohnt vielfältige Lebensräume — Lichtungen, Gärten, Brachflächen und sogar städtische Gebiete —, überall wo die Futterpflanzen der Raupe reichlich vorhanden sind.

Die Raupe, die eine Schlange nachahmt

Die Raupe ist der eigentliche Star: groß und graubraun, trägt sie vorn am Körper zwei große runde augenähnliche Flecken. Bei Bedrohung zieht sie den Kopf ein und schwillt vorn an, sodass sie wie ein zum Zuschlagen bereiter Schlangenkopf aussieht. Dieser Bluff samt der falschen Augen vertreibt viele Fressfeinde. Sie ernährt sich vor allem von Weidenröschen und von Kletterpflanzen, darunter die Weinrebe.

Wissenswertes

Der englische Name „elephant hawk moth" rührt von der Form der Raupe her, die an einen kleinen Elefantenrüssel erinnert. Der Falter ist in der Dämmerung und nachts aktiv, wenn er duftende Blüten besucht. Der Mittlere Weinschwärmer besitzt zudem ein außergewöhnliches nächtliches Farbsehen.

Schutz

Er ist eine häufige und weit verbreitete Art, die nicht als bedroht gilt. Wie bei vielen Insekten können Lebensraumverlust und Pestizideinsatz dennoch örtlich wirken.

Vorteile

  • Rosa-olive Farben, unter den schönsten der Schwärmer
  • Spektakuläre schlangenähnliche Raupe
  • Häufig und weit verbreitet, auch in Gärten

Nachteile

  • Die Raupe kann beliebte Zierpflanzen kahl fressen
  • Nur in der Dämmerung und nachts aktiv
  • Empfindlich gegenüber Pestiziden und Lebensraumverlust

Häufige Fragen

Warum heißt er auf Englisch „Elefantenfalter"?
Wegen der Form der Raupe, die beim Ausstrecken ihres Vorderkörpers an einen kleinen Elefantenrüssel erinnert.
Wie verteidigt sich die Raupe?
Sie zieht den Kopf ein und schwillt vorn an, wobei zwei große augenähnliche Flecken sichtbar werden: So wirkt sie wie eine Schlange und verscheucht Fressfeinde.
Schwirrt er wie ein Kolibri?
Ja, wie viele Schwärmer kann er vor Blüten im Schwirrflug stehen bleiben, während er mit dem langen Rüssel Nektar saugt.
Ist er eine seltene Art?
Nein, er ist häufig und in weiten Teilen Eurasiens verbreitet und sogar in Gärten und städtischen Gebieten anzutreffen.

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