Vögel

Papageitaucher

Fratercula arctica

Mit seinem großen bunten Schnabel und seinem komischen Aussehen gehört der Papageitaucher zu den beliebtesten Seevögeln: ein geübter Schwimmer im Clownskostüm.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameFratercula arctica
Gewicht300-500 g
Lebensdauer20-25 anni
GrößeKlein
Energie4/5

Charakter

Sozial und koloniebildend, dem Nest und Partner treu. Unbeholfen an Land, aber ein höchst geschickter Unterwasserschwimmer; er verbringt einen großen Teil des Jahres auf offener See.

Ernährung

Fischfresser: kleine Fische wie Sandaale und Heringe, durch Tauchgänge gefangen.

Der Clown der nördlichen Meere

Der Papageitaucher ist einer der erkennbarsten und beliebtesten Seevögel des Nordatlantiks. Er hat einen kompakten, schwarz-weißen Körper und ein gedrungenes, unbeholfenes Aussehen an Land, das ihm eine komische, sympathische Note gibt. Sein berühmtestes Merkmal ist der große dreieckige Schnabel, der sich in der Brutzeit in leuchtenden Farben zeigt: Orange, Gelb und Blau. Außerhalb der Saison werden die bunten Schnabelplatten hingegen abgeworfen und die Farbe verblasst zu einem schlichteren Ton.

Ein Unterwasserfischer

Trotz seines ungeschickten Aussehens ist der Papageitaucher ein furchteinflößender Schwimmer. Er nutzt seine Flügel, um unter Wasser zu „fliegen", treibt sich mit kräftigen Schlägen an und steuert mit den Schwimmfüßen und kann in beträchtliche Tiefen tauchen, um kleine Fische zu verfolgen. Seine außergewöhnlichste Fähigkeit zeigt sich im Schnabel: Er kann viele Beutetiere zugleich, ordentlich aufgereiht, festhalten, dank einer rauen Zunge und nach hinten gerichteter Dornen im Schnabelinneren. So kann er mit vielen Fischen in einer einzigen Reise zum Nest zurückkehren.

Kolonien über dem Meer

Papageitaucher verbringen einen großen Teil des Jahres auf dem offenen Meer und kehren nur zur Fortpflanzung an Land zurück. Sie nisten in großen Kolonien an den Klippen und Inseln des Nordens, graben Erdhöhlen oder nutzen Felsspalten. Es sind treue Vögel: Paare finden sich meist jedes Jahr am selben Nest wieder und ziehen gemeinsam ein einziges Küken auf.

Wissenswertes

Der Flug des Papageitauchers ist schnell, aber mühsam: Seine kleinen Flügel müssen sehr schnell schlagen, bis zu mehrere Hundert Mal pro Minute, um den gedrungenen Körper zu tragen. Genau diese Form, in der Luft wenig effizient, ist zum Unterwasserschwimmen dagegen perfekt.

Schutz

Der Papageitaucher ist als gefährdete Art eingestuft. Seine Bestände gehen zurück wegen des Klimawandels, der die Verfügbarkeit der Fische verändert, von denen er sich ernährt, wegen der Meeresverschmutzung und der Einschleppung von Räubern auf den Brutinseln. Sein Schutz hängt von der Gesundheit der nördlichen Meere und dem Schutz der Brutkolonien ab.

Häufige Fragen

Warum ist der Schnabel des Papageitauchers so bunt?
Der leuchtende Schnabel dient vor allem der Balz in der Brutzeit. Außerhalb der Saison werden die bunten Platten abgeworfen und der Schnabel wird schlichter. Es ist also ein saisonaler, an die Fortpflanzung gebundener Schmuck.
Wie hält er so viele Fische im Schnabel?
Dank einer rauen Zunge und kleiner nach hinten gerichteter Dornen im Schnabelinneren, die die bereits gefangene Beute festhalten, während der Vogel weitere fängt. So kann er in einer einzigen Reise viele Fische zum Nest bringen.
Kann der Papageitaucher gut fliegen?
Er fliegt schnell, aber mühsam und schlägt seine kleinen Flügel bis zu mehrere Hundert Mal pro Minute. Seine Form ist in der Luft wenig effizient, aber perfekt zum Unterwasserschwimmen, wo er unter Wasser „fliegt", um Fische zu jagen.
Warum ist der Papageitaucher bedroht?
Er ist als gefährdet eingestuft. Seine Bestände sinken wegen des Klimawandels, der die Fische verringert, von denen er sich ernährt, wegen der Meeresverschmutzung und der Einschleppung von Räubern auf den Brutinseln.

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