Säugetiere

Schwimmbeutler

Chironectes minimus

Das einzige wirklich aquatische Beuteltier: Der Schwimmbeutler durchschwimmt die Flüsse Mittel- und Südamerikas mit Schwimmhäuten und einem wasserdichten Beutel für seine Jungen.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameChironectes minimus
Gewicht≈ 600–790 g
GrößeKlein, rattengroßer Körper
Energie3/5

Charakter

Nachtaktiv, einzelgängerisch, semiaquatisch

Ernährung

Fleischfresser: Fische, Flusskrebse, Krebstiere, Wasserinsekten

Das Beuteltier, das schwimmt

Der Schwimmbeutler, auch Yapok genannt, ist ein kleines Beuteltier etwa von der Größe einer Ratte, mit einem Gewicht von rund 600–790 Gramm.

(Hinweis: Der von Wikidata angegebene Massewert von 697 kg ist für ein Tier dieser Größe offensichtlich falsch; das tatsächliche Gewicht liegt bei knapp unter einem Kilogramm.)

Er hat ein grau-schwarz gebändertes Fell, einen langen Greifschwanz und vor allem mit Schwimmhäuten versehene Hinterfüße, die ihn zum am besten ans Wasserleben angepassten Beuteltier machen. Er ist das einzige lebende Beuteltier, bei dem beide Geschlechter einen Beutel besitzen.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt entlang von Süßwasserflüssen, -bächen und -seen, von Mexiko über Mittel- und Südamerika bis nach Argentinien. Er ist eng an sauberes, gut durchlüftetes Wasser gebunden, in dem er seine Beute findet.

Verhalten und Jagd

Er ist nachtaktiv und semiaquatisch: Tagsüber ruht er in Bauen an den Ufern, nachts taucht er auf die Jagd nach Fischen, Flusskrebsen, Krebstieren und Wasserinsekten, die er mit seinen empfindlichen Vorderpfoten ergreift. Er schwimmt mit kräftigen Stößen der Schwimmhäute an den Hinterfüßen und nutzt den Schwanz als Ruder.

Ein wasserdichter Beutel

Der Beutel des Weibchens besitzt einen kräftigen Muskelring, der sich fest verschließt und die Jungen wasserdicht einschließt, während die Mutter schwimmt und taucht: Die Jungen bleiben selbst unter Wasser trocken. Auch das Männchen hat einen Beutel, in den es sein Skrotum zurückziehen kann, um es beim Schwimmen zu schützen.

Schutz

Die IUCN führt den Schwimmbeutler dank seines großen Verbreitungsgebiets als nicht gefährdet. Er hängt jedoch von der Wasserqualität ab: Verschmutzung und die Zerstörung der Uferzonen bedrohen örtlich seine Bestände.

Vorteile

  • Das einzige wirklich aquatische Beuteltier
  • Wasserdichter Beutel, der die Jungen unter Wasser schützt
  • Großes Verbreitungsgebiet, nicht bedroht

Nachteile

  • Auf sauberes, gut durchlüftetes Süßwasser angewiesen
  • Kein Haustier: spezielle Bedürfnisse eines Wildtiers
  • Scheu und schwer zu beobachten

Häufige Fragen

Ist er wirklich ein schwimmendes Beuteltier?
Ja. Der Schwimmbeutler ist das am besten ans Wasser angepasste lebende Beuteltier: Schwimmhäute an den Hinterfüßen, ein Ruderschwanz und Jagd durch Tauchen in Flüssen.
Wie bleibt der Beutel trocken?
Ein kräftiger Muskelring verschließt den Beutel fest und macht ihn wasserdicht: Die Jungen bleiben trocken, selbst wenn die Mutter unter Wasser schwimmt.
Hat auch das Männchen einen Beutel?
Ja, es ist das einzige lebende Beuteltier, bei dem beide Geschlechter einen Beutel haben; das Männchen zieht sein Skrotum zum Schutz beim Schwimmen hinein.
Ist er eine bedrohte Art?
Nein, dank seines großen Gebiets gilt er als nicht gefährdet. Örtlich kann jedoch die Verschmutzung des Süßwassers seine Bestände verringern.

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