Foto: Ninahale · CC BY-SA 4.0
Tayra
Eira barbara
Die Tayra ist ein wendiger, neugieriger Marder der amerikanischen Wälder, mit dunklem, langgestrecktem Körper und hellerem Kopf, ein ausgezeichneter Kletterer und Läufer.
Eigenschaften
Charakter
Tagaktiv, wendig und neugierig; ausgezeichneter Kletterer und Läufer.
Ernährung
Allesfresser: Früchte, Insekten, kleine Wirbeltiere, Eier und Aas.
Ein wendiger, kluger Marder
Die Tayra (Eira barbara), auch Hyrare genannt, ist ein Raubtier aus der Familie der Marder (Mustelidae) und die einzige Art der Gattung Eira, verwandt mit den Echten Mardern. Sie hat einen langen, schlanken Körper mit kurzem, dunklem Fell von Braun bis Schwarz, während Kopf und Hals oft heller, gräulich oder braun sind — daher der alte Name „Graukopf-Tayra". Sie kann etwa 70 cm lang werden, dazu einen buschigen Schwanz von fast einem halben Meter. Sie wiegt meist zwischen 4 und 7 kg. (Hinweis: Der bei Wikidata angegebene Massewert von 100 kg ist offensichtlich falsch — die Tayra wiegt nur wenige Kilogramm.) Ihre Pfoten haben kurze, gebogene Krallen, geeignet für Laufen und Klettern.
Lebensraum und Verbreitung
Sie lebt in den tropischen Wäldern und Gehölzen Mittel- und Südamerikas, von Mexiko bis Nordargentinien, einschließlich der Insel Trinidad. Sie ist am Boden wie in den Bäumen zu Hause.
Verhalten und Nahrung
Sie ist ein Allesfresser und Opportunist: Sie frisst Früchte, Insekten, kleine Wirbeltiere, Eier und Aas. Sie ist tagaktiv, sehr flink und schnell, kann laufen, zwischen Ästen springen und schwimmen. Sie ist für ihre Klugheit bekannt: Man beobachtete, wie sie unreife Bananen sammelt und versteckt, um sie später reif zu fressen — ein seltenes Beispiel für Vorausplanung bei Säugetieren.
Wussten Sie schon?
Die Tayra ist meist einzelgängerisch, kann sich aber in Paaren oder kleinen Gruppen bewegen. Sie stößt eine Reihe von Lauten aus — Grunzen, Zwitschern und Bellen —, um mit Artgenossen zu kommunizieren.
Schutz
Die IUCN führt sie als nicht gefährdet (Least Concern), doch die Entwaldung verringert örtlich die Bestände; in manchen Ländern, etwa Mexiko, gilt sie national als bedroht.
Vorteile
- Äußerst wendig in Bäumen und am Boden
- Klug: versteckt und holt Nahrung wieder
- Nicht gefährdet, weit verbreitet
Nachteile
- Örtlich durch Entwaldung bedroht
- Wildtier, nicht für die Haltung geeignet
- Kann Obstgärten und Hühnerställe plündern



