Säugetiere

Walross

Odobenus rosmarus

Ein schnauzbärtiger Riese der arktischen Meere: Das Walross nutzt seine langen Stoßzähne und hochempfindlichen Barthaare, um auf dem Eis zu leben und im Schlamm des Grundes nach Nahrung zu suchen.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameOdobenus rosmarus
Gewicht800-1.700 kg
Lebensdauer30-40 anni
GrößeSehr groß
Energie2/5

Charakter

Sehr sozial und gesellig, versammelt sich in großen Kolonien auf Eis und Küsten. Friedlich, aber fähig, sich mit den Stoßzähnen zu wehren; plump an Land, wendig im Wasser.

Ernährung

Fleischfresser: vor allem Muscheln am Grund, mit den Barthaaren geortet und mit kräftigem Sog herausgesaugt.

Ein Koloss der kalten Meere

Das Walross ist ein imposanter Meeressäuger der arktischen und subarktischen Meere, unverwechselbar durch seine massige Gestalt, die dicke, runzlige Haut und vor allem die zwei langen Stoßzähne, die aus dem Maul herabragen. Ein ausgewachsenes Männchen kann eine Tonne überschreiten. Unter der Haut isoliert eine kräftige Speckschicht es vor der Kälte der Polargewässer. Die Gliedmaßen haben sich zu Flossen gewandelt, die ihm ein wendiges Schwimmen erlauben, während es sich an Land plump und schwer bewegt.

Stoßzähne für viele Zwecke

Die großen Stoßzähne, bei beiden Geschlechtern vorhanden, sind in Wirklichkeit enorm verlängerte Eckzähne. Sie dienen nicht hauptsächlich der Jagd: Das Walross nutzt sie, um sich aus dem Wasser auf das Eis zu ziehen — daher der wissenschaftliche Name, der „der mit den Zähnen geht" bedeutet —, um Löcher ins Eis zu machen und die soziale Rangordnung zu klären, denn Tiere mit den längsten Stoßzähnen genießen größeres Ansehen.

Die suchenden Barthaare

Die Schnauze des Walrosses ist mit Hunderten steifer, außergewöhnlich empfindlicher Barthaare bedeckt. Im trüben, dunklen Wasser des Grundes untergetaucht, jagt diese Art nicht auf Sicht, sondern erkundet den Schlamm mit den Barthaaren und ortet durch Tasten die Muscheln, die sie liebt. Dann saugt sie das Weichtier mit einem kräftigen Sog des Mauls heraus und lässt die Schale zurück.

Sozialleben auf dem Eis

Walrosse sind sehr soziale und gesellige Tiere: Sie versammeln sich in großen Gruppen, aufeinandergetürmt auf den Eisschollen und Stränden, in Kolonien, die Hunderte oder Tausende Tiere zählen können. Sie verständigen sich mit einer Vielfalt von Lauten, einige überraschend melodisch, auch unter Wasser erzeugt.

Schutz

Das Walross ist als gefährdete Art eingestuft. Sein Überleben ist eng an das arktische Meereis gebunden, das es als Plattform zum Ruhen und zur Aufzucht der Jungen nutzt. Die globale Erwärmung, die das Eis verringert, ist seine schwerste Bedrohung und zwingt die Kolonien, sich an den Küsten zu drängen, mit Gefahr der Überfüllung. Auch menschliche Störung und Verschmutzung tragen zu seinem Rückgang bei.

Häufige Fragen

Wozu dienen die Stoßzähne des Walrosses?
Nicht hauptsächlich der Jagd. Das Walross nutzt sie, um sich aus dem Wasser auf das Eis zu ziehen, Löcher ins Eis zu machen und die soziale Rangordnung zu klären: Tiere mit den längsten Stoßzähnen genießen größeres Ansehen in der Gruppe.
Wie findet das Walross seine Nahrung?
Mit den Barthaaren. Seine Schnauze ist mit Hunderten hochempfindlicher Tastborsten bedeckt, mit denen es den Schlamm des Grundes ertastet und Muscheln ortet. Dann saugt es das Weichtier mit kräftigem Sog heraus und lässt die Schale zurück.
Haben beide Geschlechter des Walrosses Stoßzähne?
Ja, sowohl Männchen als auch Weibchen besitzen die langen Stoßzähne, die enorm verlängerte Eckzähne sind. Bei Männchen sind sie tendenziell größer und auch in Rangkämpfen bedeutsam.
Warum ist das Walross bedroht?
Es ist als gefährdet eingestuft. Sein Überleben hängt vom arktischen Meereis ab, das es zum Ruhen und zur Aufzucht der Jungen nutzt. Die globale Erwärmung, die das Eis verringert, ist seine schwerste Bedrohung, neben menschlicher Störung und Verschmutzung.

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