Insekten

Warzenbeißer

Decticus verrucivorus

Der Warzenbeißer ist eine große grüne, dunkel gefleckte Laubheuschrecke, die man einst Warzen "beißen" ließ, woher sein kurioser Name stammt.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameDecticus verrucivorus
GrößeLänge 24–44 mm
Energie3/5

Charakter

Tagaktiv, allesfressend, springend

Ernährung

Allesfresser: andere Insekten und Pflanzenteile

Beschreibung

Der Warzenbeißer ist ein großes Insekt aus der Überfamilie der Laubheuschrecken, also eine langfühlrige Heuschrecke. Er hat einen kräftigen, gedrungenen Körper, leuchtend grün oder gelblich, dicht dunkelbraun gefleckt. Er besitzt große, zum Springen geeignete Hinterbeine und kräftige Kiefer. Die Weibchen tragen einen langen säbelförmigen Legebohrer.

Lebensraum und Verbreitung

Er ist in weiten Teilen Eurasiens verbreitet. Er bewohnt Wiesen, Weiden und offene, sonnige Lichtungen, oft in hügeligen und bergigen Lebensräumen mit hohem Gras und Gebüsch. Er bevorzugt wenig intensiv bewirtschaftete Habitate.

Verhalten und Gesang

Er ist ein allesfressendes Insekt: Er ernährt sich von anderen Insekten, die er aktiv jagt, aber auch von Pflanzenteilen. Er ist tagaktiv, wenn die Männchen einen charakteristischen Gesang von sich geben, eine Folge kurzer wiederholter "Ticks", die sie durch Reiben der Flügel erzeugen. Mit seinen kräftigen Kiefern kann er beim Anfassen fest zubeißen.

Wissenswertes

Sein kurioser Name beruht auf einer alten volkstümlichen Praxis, vor allem in Schweden, das Insekt in Warzen beißen zu lassen, in der Hoffnung, dass seine ätzenden Verdauungssäfte diese zum Verschwinden bringen würden.

Anmerkungen und Schutz

Er ist eine an offenes, gut erhaltenes Grünland gebundene Heuschrecke. In manchen Regionen, etwa Großbritannien, ist er durch Verlust und Zerschneidung dieser Lebensräume infolge der landwirtschaftlichen Intensivierung selten und geschützt geworden.

Vorteile

  • Große, auffällige grün gefleckte Heuschrecke
  • Charakteristischer Gesang aus wiederholten Ticks
  • Anzeiger offener, gut erhaltener Wiesen

Nachteile

  • Auf wenig intensive Wiesen und Weiden angewiesen
  • Kräftige Kiefer können beim Anfassen zubeißen
  • In manchen Regionen selten und geschützt

Häufige Fragen

Warum heißt er Warzenbeißer?
Der Name beruht auf einer alten volkstümlichen Praxis, vor allem in Schweden, das Insekt in Warzen beißen zu lassen. Man hoffte, dass seine ätzenden Verdauungssäfte helfen würden, diese zum Verschwinden zu bringen.
Ist er für den Menschen gefährlich?
Nein. Seine kräftigen Kiefer dienen dem Beutefang und dem Zerkauen von Pflanzen, doch beim Anfassen kann er höchstens fest zubeißen, ohne echte Folgen. Er ist nicht giftig.
Wovon ernährt er sich?
Er ist ein Allesfresser: Er jagt aktiv andere Insekten, ernährt sich aber auch von Pflanzenteilen. Diese gemischte Kost macht ihn an die Wiesenlebensräume anpassungsfähig, in denen er lebt.
Wie erkennt man seinen Gesang?
Die Männchen erzeugen durch Reiben der Flügel eine Folge kurzer wiederholter "Ticks", an warmen, sonnigen Tagen gut hörbar. Es ist einer der charakteristischen Klänge hochgrasiger Wiesen.

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