Insekten

Hornissen-Glasflügler

Sesia apiformis

Der Hornissen-Glasflügler ist ein tagaktiver Falter, der eine Hornisse verblüffend nachahmt, mit durchsichtigen Flügeln und gelb-schwarzem Körper.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameSesia apiformis
GrößeFlügelspannweite 33–46 mm
Energie2/5

Charakter

Tagaktiv, mimetisch, harmlos

Ernährung

Holzbohrende Raupen in Pappeln; Falter wenig aktiv

Beschreibung

Der Hornissen-Glasflügler ist ein großer Falter aus der Familie der Glasflügler, mit täuschendem Aussehen: Er ähnelt verblüffend einer Hornisse. Er hat einen kräftigen, gelb-schwarz gebänderten Körper und weitgehend durchsichtige, schuppenlose Flügel, genau wie die einer Wespe. Auch der brummende Flug verstärkt die Täuschung. Anders als eine Hornisse ist er jedoch völlig harmlos und ohne Stachel.

Lebensraum und Verbreitung

Er stammt aus Europa und dem Nahen Osten und wurde auch in Nordamerika eingeführt. Er lebt dort, wo Pappeln wachsen, seine Wirtspflanzen: Baumreihen, Auwälder, Parks und baumbestandene Alleen. Die Falter fliegen tagsüber im Frühjahr und Sommer.

Verhalten und Lebenszyklus

Die Weibchen legen ihre Eier an der Basis von Pappelstämmen ab. Die Raupen, weißliche Larven, bohren Gänge in Holz und Wurzeln, wo sie sich ein bis zwei Jahre entwickeln, bevor sie sich in Falter verwandeln. Diese Tätigkeit kann die Bäume schwächen und schwer schädigen.

Mimikry und Wissenswertes

Die Ähnlichkeit mit der Hornisse ist ein klassisches Beispiel für Bates'sche Mimikry: Indem er ein gefährliches, bewaffnetes Insekt nachahmt, schreckt der harmlose Falter Fressfeinde ab. Es ist eine der gelungensten Täuschungen der Insektenwelt.

Anmerkungen und Auswirkung

Da die Raupen das Holz der Pappeln durchbohren, gilt die Art als Schädling dieser Bäume, besonders in Plantagen und Baumreihen, wo sie zum Absterben der Pflanzen beitragen kann.

Vorteile

  • Außergewöhnliche Hornissen-Mimikry
  • Völlig harmlos, ohne Stachel
  • Klassisches Beispiel Bates'scher Mimikry

Nachteile

  • Raupen schädigen Pappeln durch Holzbohren
  • Gilt als Schädling in Pappelplantagen
  • Langer Larvenzyklus, ein bis zwei Jahre im Stamm

Häufige Fragen

Sticht der Hornissen-Glasflügler wie eine Hornisse?
Nein, er ist völlig harmlos. Trotz seines bedrohlichen Aussehens ist er ein Falter ohne Stachel. Seine Ähnlichkeit mit der Hornisse dient nur dazu, Fressfeinde zu verschrecken.
Warum ähnelt er so sehr einer Hornisse?
Es ist ein Beispiel für Bates'sche Mimikry: Indem er ein gefährliches, bewaffnetes Insekt nachahmt, bringt der harmlose Falter Fressfeinde dazu, ihn zu meiden, und gewinnt Schutz ohne echte Abwehr.
Ist er für Bäume schädlich?
Ja. Seine Raupen bohren Gänge in Holz und Wurzeln von Pappeln, wo sie sich ein bis zwei Jahre entwickeln. Diese Tätigkeit kann die Bäume schwer schwächen, daher gilt er als Schädling.
Warum sind die Flügel durchsichtig?
Die Flügel des Glasflüglers sind weitgehend schuppenlos, daher durchsichtig wie die einer Biene oder Wespe. Dieses Merkmal verstärkt die Illusion, ein Hautflügler zu sein.

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