Kräuter

Süßdolde

Myrrhis odorata

Die Süßdolde ist ein ausdauerndes Küchenkraut mit zartem Anisduft, gefiederten Blättern und essbaren Samen, die als natürliches Süßungsmittel dienen.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameMyrrhis odorata
Höhe60–150 cm
SonneHalbschatten oder lichter Halbschatten
WasserMäßig, mag kühle Böden
BodenFruchtbar, kühl, tiefgründig und durchlässig
ToxizitätUngiftig, vollständig essbar
WachstumAusdauernd, wüchsig
TemperaturSehr winterhart, frostfest
BlütezeitSpätfrühling (weiße Dolden)
BewässerungRegelmäßig, den Boden nicht austrocknen lassen

Das Kraut, das nach Anis schmeckt

Die Süßdolde, auch Myrrhenkerbel genannt, ist ein robustes ausdauerndes Küchenkraut aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae), derselben wie Fenchel, Dill und Petersilie. Sie ist die einzige Art der Gattung Myrrhis. Sie bildet einen breiten Horst aus sehr dichten, gefiederten, fein zerteilten hellgrünen Blättern, die denen eines Farns ähneln. Im Spätfrühling bringt sie breite Dolden kleiner weißer Blüten hervor, gefolgt von langen, glänzenden schwarzen Samen. Die ganze Pflanze verströmt einen intensiven, süßen Anisduft.

Herkunft und Lebensraum

Sie ist in weiten Teilen Europas verbreitet, wo sie auf frischen Wiesen, Waldlichtungen und entlang von Gewässern wächst, in Bergen und Hügeln. Sie bevorzugt kühle Standorte und feuchte, fruchtbare Böden.

Verwendung in der Küche

Jeder Teil der Pflanze ist essbar und süß. Die zarten Blätter werden frisch in Salaten, Saucen und Omeletts verwendet; die unreifen Samen, zart und knackig, sind ein angenehmer Snack mit Anis-Lakritz-Geschmack. Ihre natürliche Süße macht sie nützlich, um beim Kochen säuerlicher Früchte wie Rhabarber den Zucker zu reduzieren. Auch die Wurzel ist essbar.

Kultur

Sie ist leicht zu kultivieren und sehr winterhart. Sie bevorzugt Halbschatten und einen kühlen, tiefgründigen, fruchtbaren Boden. Sie übersteht harte Winter gut und ist eines der ersten Kräuter, das im Spätwinter wieder austreibt. Sie ist bei Bestäubern beliebt, wenn sie blüht, und sät sich leicht selbst aus.

Pflege

Sie braucht wenig Aufmerksamkeit: regelmäßiges Gießen, um den Boden kühl zu halten. Sie hat eine lange Pfahlwurzel und verträgt Umpflanzen im Alter schlecht, daher am besten an einen festen Standort setzen. Sie ist völlig unbedenklich und ungiftig.

Blütezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Praktische Tipps

Bewässerung

Wasserbedarf: Mäßig, mag kühle Böden — prüfe vor dem Gießen immer die Substratfeuchte.

Standort

Bevorzugt Halbschatten oder lichter Halbschatten: sorge für das richtige Licht und drehe die Pflanze für gleichmäßiges Wachstum.

Substrat

Empfohlener Boden: Fruchtbar, kühl, tiefgründig und durchlässig. Erneuere das Substrat alle 1-2 Jahre.

Blätter

Wische die Blätter mit einem feuchten Tuch ab, um die Photosynthese zu fördern.

Düngung

Dünge während der Wachstumszeit (Frühling-Sommer) und pausiere im Winter.

Vorteile

  • Süße Blätter und Samen mit Anisduft
  • Natürliches Süßungsmittel für säuerliche Früchte
  • Winterhart, ausdauernd und bei Bestäubern beliebt

Nachteile

  • Verträgt Umpflanzen im Alter schlecht
  • Kann sich reichlich selbst aussäen

Häufige Fragen

Wie schmeckt die Süßdolde?
Die ganze Pflanze hat ein süßes, zartes Anisaroma mit Lakritznoten. Blätter, unreife Samen und Wurzel sind essbar und natürlich süß.
Wie wird sie in der Küche verwendet?
Die zarten Blätter kommen in Salate, Saucen und Omeletts; die unreifen Samen werden als Snack gegessen. Dank ihrer natürlichen Süße nutzt man sie, um säuerliche Früchte wie Rhabarber unter Zuckerreduktion zu kochen.
Ist sie leicht zu kultivieren?
Ja, sehr. Sie bevorzugt Halbschatten und einen kühlen, fruchtbaren Boden. Sie ist winterhart, frostresistent und sät sich selbst aus. Sie hat eine Pfahlwurzel und verträgt Umpflanzen im Alter schlecht.
Ist sie mit dem Fenchel verwandt?
Sie gehört zur selben Familie (Apiaceae) wie Fenchel, Dill und Petersilie und teilt deren Anisaroma, ist aber eine eigene Art, einzig in der Gattung Myrrhis.

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