Säugetiere

Binturong

Arctictis binturong

Mit seinem schwarzen zotteligen Fell, dem Greifschwanz und dem kuriosen Popcorn-Geruch ist der Binturong ein baumbewohnendes Säugetier der asiatischen Wälder, genannt 'Marderbär'.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameArctictis binturong
Gewicht9–20 kg
Lebensdauerfino a 18-20 anni
GrößeMittelgroß bis groß: Körper etwa 60-95 cm, plus langer Schwanz
Energie2/5

Charakter

Nachtaktiv, baumbewohnend, langsam und einzelgängerisch

Ernährung

Frucht- und Allesfresser: vor allem Früchte, dann kleine Tiere

Der geheimnisvolle 'Marderbär'

Der Binturong ist ein Säugetier von ungewöhnlichem Aussehen, das in vielen Sprachen 'Bärenkatze' oder 'Marderbär' genannt wird, wegen seines katzenartigen Gesichts und des gedrungenen, zotteligen Körpers, der an einen kleinen Bären erinnert. In Wirklichkeit ist er weder mit Katzen noch mit Bären verwandt: Er gehört zur Familie der Schleichkatzen (Viverridae), derselben wie Zibetkatzen und Ginsterkatzen. Er hat ein dichtes schwarzes Fell, lange weiße Schnurrhaare und Haarbüschel an den Ohren. Sein außergewöhnlichstes Merkmal ist sein langer, muskulöser Greifschwanz, den er als fünfte Gliedmaße nutzt, um sich an Ästen festzuhalten.

Lebensraum und Verbreitung

Er lebt in den tropischen Wäldern Südostasiens, von Indien bis Indonesien. Es ist ein streng baumbewohnendes Tier: Es verbringt einen großen Teil seines Lebens in den Baumkronen und bewegt sich langsam und vorsichtig dank seines Greifschwanzes und seiner beweglichen Gliedmaßen. Es bevorzugt dichte, reife Wälder, wo es Nahrung und Unterschlupf findet.

Verhalten und Ernährung

Der Binturong ist überwiegend nachtaktiv und einzelgängerisch, aber nicht aggressiv. Er ist vor allem ein Fruchtfresser: Er ernährt sich großenteils von Früchten, insbesondere Feigen, die er zwischen den Ästen sammelt, ergänzt durch Blätter, Triebe, Eier, kleine Tiere und Insekten. Indem er sich bewegt und Samen mit seinem Kot verbreitet, spielt er eine wertvolle Rolle als 'Gärtner des Waldes' und trägt zur Regeneration der Vegetation bei, sodass er als wichtig für die Ausbreitung mancher Pflanzen gilt.

Eine duftende Kuriosität

Einer der berühmtesten Aspekte des Binturongs ist sein Geruch: Er verströmt nämlich einen kuriosen Duft, der an frisch gemachtes Popcorn oder warmes Brot erinnert. Dieser Duft wird von Drüsensekreten erzeugt, die das Tier nutzt, um sein Revier zu markieren und mit Artgenossen zu kommunizieren, und ist vielleicht das Merkmal, das ihn dem Publikum am sympathischsten macht.

Schutz

Der Binturong wird als gefährdete Art eingestuft. Die Hauptbedrohungen sind die Zerstörung der tropischen Wälder durch Abholzung und Plantagen sowie die Jagd. Der Schutz der reifen Wälder Südostasiens ist für das Überleben dieses faszinierenden und ungewöhnlichen Baumbewohners unerlässlich.

Vorteile

  • Greifschwanz als fünfte Gliedmaße genutzt
  • Wertvoller Samenverbreiter des Waldes
  • Kurioser Popcorn-Geruch
  • Langlebig und faszinierend

Nachteile

  • Gefährdete Art
  • Auf reife Wälder angewiesen
  • Bedroht durch Entwaldung und Jagd

Häufige Fragen

Ist der Binturong eine Katze oder ein Bär?
Weder noch, trotz des Namens 'Marderbär'. Er gehört zur Familie der Schleichkatzen, derselben wie Zibetkatzen und Ginsterkatzen. Die Ähnlichkeiten mit Katzen und Bären sind nur scheinbar.
Warum riecht der Binturong nach Popcorn?
Er verströmt einen kuriosen Duft, ähnlich frisch gemachtem Popcorn, erzeugt durch Drüsensekrete. Das Tier nutzt diesen Geruch, um sein Revier zu markieren und mit Artgenossen zu kommunizieren.
Wozu dient der Schwanz des Binturongs?
Der lange, muskulöse Schwanz ist ein Greifschwanz und wird als fünfte Gliedmaße genutzt, um sich beim Klettern an Ästen festzuhalten. Es ist eine außergewöhnliche Anpassung an das Baumleben, selten unter Säugetieren der Alten Welt.
Was frisst der Binturong?
Er ist vor allem ein Fruchtfresser: Er ernährt sich großenteils von Früchten, insbesondere Feigen, ergänzt durch Blätter, Eier, kleine Tiere und Insekten. Indem er Samen mit seinem Kot verbreitet, hilft er, den Wald zu regenerieren.

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