Insekten

Geistermantis

Phyllocrania paradoxa

Die Geistermantis ist eine kleine afrikanische Fangschrecke in Gestalt eines welken Blattes, eines der perfektesten Beispiele für Pflanzenmimese unter Insekten.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NamePhyllocrania paradoxa
GrößeKleine Fangschrecke, wenige Zentimeter lang
Energie2/5

Charakter

Reglos lauernder Räuber; toleriert Artgenossen, wenig kannibalisch.

Ernährung

Insektenfresser: Fruchtfliegen und kleine Insekten.

Eine als welkes Blatt getarnte Fangschrecke

Die Geistermantis (Phyllocrania paradoxa) ist eine kleine Fangschrecke aus der Familie der Hymenopodidae, berühmt für einen Körper, der ein totes, verdorrtes Blatt perfekt nachahmt. Der Kopf trägt einen charakteristischen spitzen Fortsatz wie ein aufgerolltes Blatt, während Gliedmaßen und Hinterleib mit gezackten Lappen und Fortsätzen versehen sind, die die Kontur auflösen. Die Färbung reicht von Braun bis Grau, mit Tönen, die sich der Umgebung anpassen. Reglos zwischen dem Laub oder auf einem Zweig ist sie kaum von einem echten gefallenen Blatt zu unterscheiden.

Lebensraum und Verbreitung

Sie stammt aus Afrika, besonders aus dem südlichen Teil des Kontinents und Madagaskar, wo sie zwischen niedriger Vegetation und trockenem Laub lebt.

Verhalten und Nahrung

Sie ist ein Lauerjäger: Reglos und getarnt wartet sie und fängt kleine Insekten — Fruchtfliegen und andere Insekten passender Größe — mit einem blitzschnellen Zuschnappen ihrer Fangbeine. Ihre Tarnung dient zugleich dem Verstecken vor Fressfeinden und dem Überraschen der Beute.

Wussten Sie schon?

Sie ist eine der beliebtesten Fangschrecken in der Terraristik, geschätzt für ihr ungewöhnliches Aussehen und weil sie – ungewöhnlich für eine Fangschrecke – die Anwesenheit anderer Tiere relativ gut toleriert, mit geringerer Neigung zum Kannibalismus. Damit gehört sie zu den wenigen Fangschrecken, die man in Gruppen halten kann.

Schutz

Sie hat keine bedeutende artspezifische IUCN-Bewertung und gilt in ihrem Areal als häufig. Wie bei vielen Insekten hängt ihr Schutz von der Gesundheit der afrikanischen Naturlebensräume ab.

Vorteile

  • Perfekte Tarnung als welkes Blatt
  • Wenig kannibalisch: in Gruppen haltbar
  • Leicht und faszinierend im Terrarium

Nachteile

  • Sehr klein und empfindlich
  • Braucht Lebendfutter passender Größe
  • In der Natur auf afrikanische Habitate angewiesen

Häufige Fragen

Warum heißt sie Geistermantis?
Wegen ihres ätherischen, ungewöhnlichen Aussehens und des Körpers, der ein totes, verdorrtes Blatt nachahmt, mit gezackten Fortsätzen und Lappen. Reglos scheint sie wie ein Geist in der Vegetation zu verschwinden.
Stimmt es, dass sie wenig kannibalisch ist?
Ja, anders als die meisten Fangschrecken toleriert sie die Anwesenheit anderer Tiere relativ gut. Damit gehört sie zu den wenigen Fangschrecken, die man in Gruppen halten kann.
Was frisst sie?
Sie ist ein insektenfressender Lauerjäger: Sie fängt kleine Insekten passender Größe, etwa Fruchtfliegen, mit einem blitzschnellen Zuschnappen ihrer Fangbeine.

Das könnte dich interessieren