Foto: Mydriatic · CC BY-SA 4.0
Geistermantis
Phyllocrania paradoxa
Die Geistermantis ist eine kleine afrikanische Fangschrecke in Gestalt eines welken Blattes, eines der perfektesten Beispiele für Pflanzenmimese unter Insekten.
Eigenschaften
Charakter
Reglos lauernder Räuber; toleriert Artgenossen, wenig kannibalisch.
Ernährung
Insektenfresser: Fruchtfliegen und kleine Insekten.
Eine als welkes Blatt getarnte Fangschrecke
Die Geistermantis (Phyllocrania paradoxa) ist eine kleine Fangschrecke aus der Familie der Hymenopodidae, berühmt für einen Körper, der ein totes, verdorrtes Blatt perfekt nachahmt. Der Kopf trägt einen charakteristischen spitzen Fortsatz wie ein aufgerolltes Blatt, während Gliedmaßen und Hinterleib mit gezackten Lappen und Fortsätzen versehen sind, die die Kontur auflösen. Die Färbung reicht von Braun bis Grau, mit Tönen, die sich der Umgebung anpassen. Reglos zwischen dem Laub oder auf einem Zweig ist sie kaum von einem echten gefallenen Blatt zu unterscheiden.
Lebensraum und Verbreitung
Sie stammt aus Afrika, besonders aus dem südlichen Teil des Kontinents und Madagaskar, wo sie zwischen niedriger Vegetation und trockenem Laub lebt.
Verhalten und Nahrung
Sie ist ein Lauerjäger: Reglos und getarnt wartet sie und fängt kleine Insekten — Fruchtfliegen und andere Insekten passender Größe — mit einem blitzschnellen Zuschnappen ihrer Fangbeine. Ihre Tarnung dient zugleich dem Verstecken vor Fressfeinden und dem Überraschen der Beute.
Wussten Sie schon?
Sie ist eine der beliebtesten Fangschrecken in der Terraristik, geschätzt für ihr ungewöhnliches Aussehen und weil sie – ungewöhnlich für eine Fangschrecke – die Anwesenheit anderer Tiere relativ gut toleriert, mit geringerer Neigung zum Kannibalismus. Damit gehört sie zu den wenigen Fangschrecken, die man in Gruppen halten kann.
Schutz
Sie hat keine bedeutende artspezifische IUCN-Bewertung und gilt in ihrem Areal als häufig. Wie bei vielen Insekten hängt ihr Schutz von der Gesundheit der afrikanischen Naturlebensräume ab.
Vorteile
- Perfekte Tarnung als welkes Blatt
- Wenig kannibalisch: in Gruppen haltbar
- Leicht und faszinierend im Terrarium
Nachteile
- Sehr klein und empfindlich
- Braucht Lebendfutter passender Größe
- In der Natur auf afrikanische Habitate angewiesen



