Foto: User:Stan Shebs · CC BY-SA 3.0
Große Wabenkröte
Pipa pipa
Flach wie ein totes Blatt und vollständig aquatisch, ist die Große Wabenkröte berühmt für die außergewöhnliche Weise, wie das Weibchen seine Jungen unter der Rückenhaut aufzieht.
Eigenschaften
Charakter
Aquatisch, reglos, getarnt
Ernährung
Fleischfresser: kleine Fische und Wasserwirbellose
Ein Lurch flach wie ein Blatt
Die Große Wabenkröte ist ein Lurch von unverwechselbarem, bizarrem Aussehen. Ihr Körper ist extrem abgeflacht, mit flachem, dreieckigem Kopf, und die Haut von matter graubrauner Farbe. Diese Form und diese Farben sind nicht zufällig: Sie erlauben ihr, sich perfekt mit den toten Blättern und Bruchstücken faulen Holzes am Grund der trüben Gewässer zu vermischen, in denen sie lebt, sodass sie fast unsichtbar wird. Sie hat keine Zunge, und ihre vorderen Finger enden in kleinen sternförmigen Anhängen, tastempfindlich, mit denen sie die Beute wahrnimmt.
Lebensraum und Verbreitung
Sie lebt in den tropischen und subtropischen Regionen Südamerikas und auf der Insel Trinidad, wo sie langsame, schlammige Gewässer, Sümpfe und Teiche bewohnt. Es ist eine vollständig aquatische Art, hoch an das Leben im Wasser angepasst, mit kräftigen, mit Schwimmhäuten versehenen Hinterbeinen, die sie zu einer guten Schwimmerin machen. Sie verlässt das Wasser selten.
Die außergewöhnlichste Fortpflanzung
Was die Große Wabenkröte berühmt macht, ist ihre unglaubliche Art der Fortpflanzung. Während der Paarung werden die befruchteten Eier auf den Rücken des Weibchens gedrückt, wo die Haut sie eines nach dem anderen in kleinen wabenartigen Vertiefungen umschließt. Die Eier bleiben so geschützt und entwickeln sich direkt im Rücken der Mutter. Nach einigen Monaten treten aus der Rückenhaut keine Kaulquappen hervor, sondern bereits vollständig entwickelte kleine Kröten, bereit, davonzuschwimmen.
Verhalten und Schutz
Sie ist ein Lauerjäger: Sie verharrt reglos am Grund, getarnt, und wenn Beute zu nahe vorbeikommt, saugt sie sie rasch mit einer Saugbewegung ins Maul. Sie wird als nicht gefährdete Art eingestuft, mit noch verbreiteten Beständen, auch wenn die Gesundheit der südamerikanischen Feuchtgebiete für ihre Zukunft wichtig bleibt.
Vorteile
- Einzigartige, außergewöhnliche Fortpflanzung
- Perfekte Tarnung als totes Blatt
- Gut an das aquatische Leben angepasst
- Noch verbreitete Bestände
Nachteile
- Ungewöhnliches Aussehen, das manche befremdet
- Auf Feuchtgebiete angewiesen
- Empfindlich gegenüber Gewässerverschlechterung



