Foto: Tim Ross · Public domain
Nashornleguan
Cyclura cornuta
Der Nashornleguan ist eine massige Echse der Karibik, kenntlich an den kleinen knöchernen Hörnern auf der Schnauze, die an ein Nashorn erinnern.
Eigenschaften
Charakter
Territorial, aber ruhig, verträgt Haltung gut
Ernährung
Überwiegend pflanzenfressend: Blätter, Blüten und Früchte
Eine Echse mit Hörnern
Der Nashornleguan ist ein großer, gedrungener Leguan von 60 bis 136 cm Länge, dessen Färbung von stahlgrau über dunkelgrün bis braun reicht. Namensgebend sind die knöchernen, hornartigen Auswüchse auf der Schnauze, die bei erwachsenen Männchen besonders ausgeprägt sind, zusammen mit einem fleischigen Polster im Nacken. Der Körper ist wuchtig, die Beine kräftig und der Schwanz muskulös.
Lebensraum und Verbreitung
Er ist endemisch auf der Insel Hispaniola, die sich Haiti und die Dominikanische Republik teilen, sowie auf einigen umliegenden Inselchen. Er bevorzugt trockene, felsige Landschaften, Küstengebüsch und Trockenwald, wo er in Erdbauen und Fels- oder Bodenspalten Schutz sucht.
Verhalten und Nahrung
Er ernährt sich überwiegend pflanzlich von Blättern, Blüten und Früchten zahlreicher Pflanzen und hilft, deren Samen zu verbreiten. Er wird früher geschlechtsreif als andere Leguane der Gattung Cyclura: Männchen mit 4 bis 5 Jahren, Weibchen mit 2 bis 3. Nach der Paarung im Mai legt das Weibchen im Durchschnitt etwa siebzehn Eier, die nach rund 85 Tagen schlüpfen.
Wissenswertes
Zusammen mit dem Ricord-Leguan ist er der einzige Wirtelschwanzleguan, der sein Verbreitungsgebiet mit einer anderen Art derselben Gruppe teilt. Er ist zudem der weltweit am häufigsten in Menschenobhut gehaltene Cyclura-Leguan, was eine wichtige Reserve für die Art darstellt.
Schutz
Die IUCN führt ihn als stark gefährdet. In freier Wildbahn bedrohen ihn auf der Insel eingeführte Fressfeinde — Hunde, Katzen und Mangusten — sowie der Verlust von Lebensraum. Deshalb ist er Gegenstand zahlreicher Schutz- und Zuchtprogramme.
Vorteile
- Langlebig, kann über 30 Jahre alt werden
- Pflanzenfresser und Samenverbreiter
- Gut in Zuchtprogrammen vertreten
Nachteile
- Durch eingeführte Fressfeinde gefährdet
- Erwachsene Männchen können territorial sein



