Foto: Benjamin Frable · CC0
Pakarana
Dinomys branickii
Die Pakarana ist ein großes, seltenes und langsames südamerikanisches Nagetier mit gedrungenem Körper und dunklem Fell, das von Reihen weißer Flecken durchzogen ist.
Eigenschaften
Charakter
Gemächlich und langsam; gesellig, in kleinen Familiengruppen.
Ernährung
Pflanzenfresser: Blätter, Triebe, Früchte und Samen.
Ein großes, gemächliches Nagetier
Die Pakarana (Dinomys branickii) ist ein seltenes und langsames Nagetier Südamerikas und der einzige lebende Vertreter der Familie der Dinomyidae. Sie hat einen gedrungenen, kräftigen Körper, für ein Nagetier ungewöhnlich groß: Sie kann etwa 79 cm lang werden, ohne den dicken, behaarten Schwanz, und 10–15 kg wiegen. (Hinweis: Der bei Wikidata angegebene Massewert von 615 kg ist offensichtlich falsch — es ist ein Tier von 10–15 kg.) Ihr Fell ist dunkelbraun, belebt durch charakteristische Reihen weißer Flecken und Streifen an den Flanken. Ihr Name bedeutet in der Sprache der Tupí „falsche Paka", wegen der oberflächlichen Ähnlichkeit mit der Paka, einem Nagetier einer anderen Familie.
Lebensraum und Verbreitung
Sie lebt in den Feuchtwäldern der Anden und angrenzender Regionen, von Venezuela und Kolumbien bis Bolivien, oft in gebirgigen Gebieten. Sie bevorzugt Waldlebensräume mit Felsspalten und dichter Vegetation, wo sie Unterschlupf findet.
Verhalten und Nahrung
Sie ist ein gemächlicher Pflanzenfresser und ernährt sich von Blättern, Trieben, Früchten und Samen. Sie bewegt sich ruhig, klettert auch auf Bäume und ist vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Anders als viele Nagetiere lebt sie offenbar in kleinen Familiengruppen und zeigt ein ungewöhnlich ausgeprägtes Sozialverhalten.
Wussten Sie schon?
Sie gehört zu einer einst weit reicheren Familie, die früher einige der größten Nagetiere umfasste, die je gelebt haben — wahre prähistorische Riesen. Heute ist die Pakarana deren letzte lebende Erbin.
Schutz
Die IUCN führt sie als nicht gefährdet (Least Concern), doch sie ist von Natur aus selten und wenig erforscht. Entwaldung und örtliche Jagd gelten als mögliche, zu beobachtende Gefahren in Teilen ihres Areals.
Vorteile
- Eines der größten lebenden Nagetiere
- Letzter Vertreter seiner Familie
- Für ein Nagetier ungewöhnlich gesellig
Nachteile
- Von Natur aus selten und wenig erforscht
- Auf Bergwälder angewiesen
- Empfindlich gegenüber Entwaldung und örtlicher Jagd



