Säugetiere

Sternmull

Condylura cristata

Mit einer sternförmigen Schnauze aus zweiundzwanzig Tentakeln besitzt dieser kleine nordamerikanische Maulwurf eines der außergewöhnlichsten Sinnesorgane des Tierreichs.

Eigenschaften

Wissenschaftlicher NameCondylura cristata
Lebensdauer3-4 anni
GrößeSehr klein
Energie4/5

Charakter

Unterirdisch, aktiv und scheu, geschickter Gräber und Schwimmer. Er „sieht" die Welt durch den Tastsinn dank seiner sternförmigen Schnauze; er ist einer der schnellsten bekannten Räuber.

Ernährung

Insektenfresser: Regenwürmer, Insekten, kleine Wasserwirbellose und andere Beute, im Boden und Wasser aufgespürt.

Der Maulwurf mit dem Stern auf der Schnauze

Der Sternmull ist ein kleines insektenfressendes Säugetier Nordamerikas, unverwechselbar durch sein bizarrstes Merkmal: Die Schnauzenspitze ist mit einem Kranz aus zweiundzwanzig fleischigen, beweglichen Anhängseln geschmückt, angeordnet wie die Strahlen eines Sterns. Ansonsten hat er das typische Aussehen der Maulwürfe: zylindrischer Körper, winzige Augen, dunkles, samtiges Fell und kräftige Vorderbeine zum Graben. Er lebt in feuchten Lebensräumen wie Sümpfen, morastigen Wiesen und Ufern, wo er Gänge gräbt und geschickt schwimmt.

Das empfindlichste Tastorgan

Der „Stern" auf der Schnauze dient nicht zum Riechen oder Greifen, sondern zum Tasten. Es ist eines der raffiniertesten bekannten Sinnesorgane: Seine zweiundzwanzig Anhängsel sind mit Zehntausenden winziger Tastrezeptoren bedeckt, die ihm erlauben, den Boden mit außergewöhnlicher Präzision und Schnelligkeit zu erkunden. Unter der Erde und im trüben Wasser lebend, wo das Sehen nutzlos ist, „sieht" der Maulwurf die Welt durch den Tastsinn.

Der schnellste Räuber

Diese außergewöhnliche Sinnesfähigkeit macht den Sternmull zu einem der schnellsten bekannten Räuber. Er kann Beute in Sekundenbruchteilen erspähen, erkennen und verschlingen, in einer so kurzen Zeit, dass sie sich den Grenzen der Geschwindigkeit des Nervensystems nähert. Er ernährt sich von Regenwürmern, Insekten, kleinen Wasserwirbellosen und anderer Beute, die er im Boden und Wasser aufspürt.

Ein überraschender Schwimmer

Anders als viele andere Maulwürfe ist diese Art auch eine geschickte Schwimmerin und Unterwasserjägerin. Man hat sie beobachtet, wie sie unter Wasser „riecht", indem sie rasch Luftbläschen ausstößt und wieder einatmet, eine unter Säugetieren einzigartige Weise, Gerüche auch im Wasser wahrzunehmen.

Schutz

Der Sternmull ist als nicht gefährdet eingestuft, und seine Bestände sind stabil. Es ist keine bedrohte Art, doch er hängt vom Vorhandensein intakter Feuchtgebiete ab. Der Schutz von Sümpfen und Wasserlebensräumen ist daher wichtig, um sein Überleben zu sichern, wie für viele andere an diese Lebensräume gebundene Arten.

Häufige Fragen

Wozu dient der Stern auf der Schnauze des Maulwurfs?
Zum Tasten, nicht zum Riechen oder Greifen. Seine zweiundzwanzig Anhängsel sind mit Zehntausenden Tastrezeptoren bedeckt, die ihm erlauben, den Boden mit außergewöhnlicher Präzision und Schnelligkeit zu erkunden. In der Dunkelheit lebend, „sieht" der Maulwurf die Welt durch den Tastsinn.
Stimmt es, dass er der schnellste Räuber ist?
Er ist einer der schnellsten bekannten. Dank seiner sternförmigen Schnauze kann er Beute in Sekundenbruchteilen erspähen, erkennen und verschlingen, in einer so kurzen Zeit, dass sie sich den Grenzen der Geschwindigkeit des Nervensystems nähert.
Kann der Sternmull schwimmen?
Ja, und er ist ein geschickter Unterwasserjäger. Man hat ihn beobachtet, wie er unter Wasser „riecht", indem er rasch Luftbläschen ausstößt und wieder einatmet, eine unter Säugetieren einzigartige Weise, Gerüche auch im Wasser wahrzunehmen.
Ist der Sternmull gefährlich oder schädlich?
Nein, er ist für den Menschen völlig harmlos. Er lebt verborgen in feuchten Lebensräumen und ernährt sich von Wirbellosen. Seine Gänge ähneln denen anderer Maulwürfe, doch er lebt vor allem in morastigen Gebieten, fern von bebauten Gärten.

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